Es gibt mehrere Arten als Sexworker zu arbeiten. Die ist in Teilzeit, neben anderen Berufen, genauso wie hauptberuflich möglich. Es gibt auch verschiedene Möglichkeiten Kunden zu bekommen; die üblichen sind auf dem Strich, in Stricherkneipen oder Boyclubs, für eine Agentur oder selbstorganisiert mit eigenen Anzeigen und Telefon.
Traditionell bedient die Prostitution männliche Kunden. Langsam steigt aber auch das Interesse für Frauen einen Callboy zu buchen, allerdings ist es im Verhältnis immer noch gering und die Verdienstmöglichkeiten vermutlich begrenzt.

In den meisten größeren Städten gibt es den Straßenstrich. Für die männliche Prostitution oft in der Nähe des Hauptbahnhofes oder von Stricherkneipen. Mit etwas Übung lernt man mit den Kunden ins Geschäft zu kommen.
Die Vorteile auf dem Strich: Man geht hin, wenn man arbeiten will, bzw. wenn man Geld braucht, und man kommt mit Kunden relativ schnell in Kontakt - ohne Aufwand an Organisation und Werbung.
Der Nachteil: Die Szene an den Orten ist nicht gerade die Netteste, die Konkurrenz ist teilweise groß und die Preise sind niedrig. Außerdem ist man Kontrollen und anderen unangenehmen Leuten mehr ausgesetzt als an anderen Orten.
Eine Kneipe in der sich Kunden und Sexanbieter treffen können.
Manchmal gibt es angegliedert oder in der Nähe auch Stundenzimmer.
Der Kontakt funktioniert ähnlich wie auf dem Strich, aber die Kneipenatmosphäre bietet einen geschützteren Rahmen als die Straße. An die Kneipe werden nur die Getränke, aber keine Abgaben, bezahlt. Auch hier ist man von viel Konkurrenz umgeben.
Ein Club mit Einlasskontrolle und Bar-Atmosphäre. Die Kunden laden die Jungs zu einem Drink ein oder nehmen ihn mit aufs Zimmer. Dafür gibt es feste Preise und Anteile die der Sexworker bekommt.
Der Club ist ein geschützter Ort, er wirbt und organisiert für dich und lehrt dir auch das wichtige Know-How. Dafür muss man sich an feste Arbeitszeiten, Regeln, Preise, Abgaben etc. halten. Man ist immer mit Kollegen zusammen - in Punkto Austausch und Kontakt von Vorteil, kann aber, was die Konkurrenzsituation oder Gruppendynamik betrifft, auch anstrengend sein.
Die Agenturen werben oder vermitteln Interessenten an Sexworker. Die Agentur oder die Kunden melden sich dann per Telefon, wobei die Agentur evtl. schon die Rahmenbedingungen geklärt hat.
Auch hier hat man also wenig eigenen Organisationsaufwand, ist aber dafür an die Agentur gebunden. Auch hier sind Abgaben fällig. Bis zu 30 % sind üblich und bei guter Vermittlertätigkeit auch in Ordnung. Bevor man Verträge eingeht, sollte man diese, wie auch die Seriosität der Agentur genau überprüfen.
Man wirbt mit einer Anzeige in der Presse oder auch im Internet. Beim Telefongespräch werden die Details geklärt - die Kunden fragen nach Aussehen, Sexpraktiken, Preisen etc. Bei Interesse wird ein Termin beim Kunden, im Hotel, in der Wohnung oder im Studio des Callboys vereinbart.
Man bestimmt selbst die Preise, und wie man arbeitet, muss keine Abgaben zahlen und kann die Wartezeit sinnvoller nutzen als in der Kneipe oder im Club. Dafür muss man aber alles selbst organisieren, Inserate schreiben und aufgeben, lernen die Telefongespräche gut zu führen. Man muss telefonisch erreichbar sein, und kurzfristig auf Termine reagieren. Man braucht eine Wohnung, in der man empfangen kann und/oder ein Auto, um zu den Kunden zu fahren.
